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Mit großer Freude und Stolz dürfen wir verkünden, dass unsere erste öffentliche Führung an den Start geht!
Diese wird in Zusammenarbeit mit Geographie für Alle e.V. durchgeführt.
Der Rheingauwall
Die Festungsanlage für die neue Stadt
Öffentliche Termine:
Sonntag, 25.10.2026 um 15:00 Uhr PREMIERE
Sonntag, 22.11.2026 um 14:00 Uhr
Dauer:
ca. 2 Stunden
Treffpunkt:
Fort Hauptstein, Johann Maria Kertell Platz
Endpunkt:
Hartenbergpark, zwischen dem Kavalier und der Rollschuhbahn
Gebühren:
Pro Person: 10 €
Ermäßigt: 8 €
Kinder bis 14 Jahre: kostenfrei
Mitglieder Geographie für Alle und StattReisen: 5€
Anmeldung / Hinweise:
Keine Anmeldung
Barrierefreiheit:
Diese Führung ist
nicht barrierefrei und insofern nicht für Rollstuhlfahrer geeignet.


Zu Besuch in Koblenz zum Tag des offenen Denkmals
(09/2026)
Anlässlich des Tags des offenen Denkmals haben wir unsere Freunde der Feste Kaiser Franz e.V. in Koblenz besucht und uns vom Fortschritt der dortigen Sanierungsmaßnahmen ein Bild gemacht.
Am Fort Asterstein gibt es auch Fortschritte:
Minengänge bei Tiefbauarbeiten entdeckt
Während Tiefbauarbeiten für die sogenanntenTorhäusern in der Fritz-Bockius-Straße 11 und 14 in Mainz wurden nicht ganz unerwartet Minengänge des Fort Hauptstein entdeckt. Das Fort Hauptstein, von dem etwa 100 Meter östlich der Fundstelle das noch erhaltene Kehlreduit von 1842 bestaunt werden kann, entstand ab circa 1713 als Bestandteil des zweiten Festungsrings im Auftrag von Kurfürst Lothar Franz von Schönborn. Als eines von insgesamt drei gleichzeitig errichteten detachierten Forts (Fort Hauptstein, Fort Joseph, Fort Karl) hatte es hauptsächlich die Aufgabe, den Feind in einer größeren Entfernung von der bastionären Stadtumwallung zu halten.
Diese Forts wurden auf den Anhöhen vor der Stadt errichtet, um zu verhindern, dass sich ein annähernder Feind diese strategisch wichtigen Lagen zu Nutze machen konnte. Angesichts der sich ständig verbessernden Waffentechnik wäre es leicht gewesen, von dort aus auf die Bastionen des ersten Festungsrings zu feuern. Diese Lücke wurde durch die vorgelagerten, also detachierten, Forts geschlossen, wonach ein Feind zunächst diese zweite Verteidigungslinie überwinden musste, bevor er überhaupt in Schussweite der eigentlichen Stadtumwallung gelangen konnte.
Während der Belagerung einer befestigten Stadt musste sich der Feind nun zunächst möglichst unbemerkt der Festung nähern, um in Schussweite zu gelangen. Mit einem ausgeklügelten System aus Lauf- und Annäherungsgräben konnte man sich an die Stadt heranarbeiten. Diese Methode war zu jener Zeit jedoch keineswegs neu, weshalb schon beim Bau von Festungsanlagen in der Regel bauliche Gegenmaßnahmen in Form unterirdischer Gänge im Vorfeld getroffen wurden. Diese Horch- und Minengänge erfüllten mehrere Funktionen: Einerseits wollte man einen sich herangrabenden Feind frühzeitig „erhorchen“ und lokalisieren können, andererseits war es möglich, die Gänge in der Nähe oder unter dem Feind zu sprengen. Solche Gänge werden auch als Gegenminen(gänge) bezeichnet, da sie sich gegen die Minen und Gräben des Feindes richten.
Somit war es üblich, vor Verteidigungsanlagen ein oft weit verzweigtes Netz an unterirdischen Minengängen anzulegen. Bei den beiden anderen Forts des Trios (Josef und Karl) sind auch heute noch Teile solcher Gangsysteme vorhanden und können teilweise im Rahmen von Führungen besichtigt werden.
Leider mussten die vor Ort gefundenen Gänge dem Neubau weichen.
Über uns
Unser Ziel ist es, das historische Erbe der ehemaligen Festungsanlagen zu bewahren, zu dokumentieren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir leisten einen Beitrag, die bedeutende Festungsgeschichte von Mainz lebendig zu halten.
Kontaktaufnahme
Festung Mainz e.V.
Alte Mainzer Str. 153
55129 Mainz
info(at)festungmainz-ev.de
